Martin Kaul
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Journalist # @WDRinvestigativ # NDR/WDR/SZ # Vorstand Reporter ohne Grenzen
Berlin
Joined February 2009
Wer sich noch nicht eingefuchst hat in einen der spannendsten „Terrorprozesse“ der Jetztzeit, kann das noch tun; hier zum Beispiel, bei uns: https://t.co/sx3oZDMujc. Viel Spass.
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Beide lehnen es bislang noch ab, sich vor der Presse zu äußern, aber was nicht ist, kann ja noch werden. (…)
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Das also war der Kern seiner Aussagen heute, und damit geht das Verfahren nun in eine neue Phase. Reuß hat noch weitere Aussagen angekündigt, und meine Kollegin Helene Fröhmcke und ich haben natürlich heute unseren Gesprächswunsch erneuert; auch an Rüdiger von Pescatore. (…)
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Vor uns saß, denke ich, ein Mann, der seinen Platz im deutschen Adel verwirkt hat, und sich dem deutschen Adel erklären wollte. (…)
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Interessant: Dass ihm immer wieder die Stimme wegbrach, wo es um den Adel & seine Verpflichtung gegenüber dem Adel ging („Seine Majestät der König von Preußen im Namen des Norddeutschen Bundes, Seine Majestät der König von Bayern, Seine Königliche Hoheit der Großherzog von").(…)
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Seine wichtigste Botschaft: „Ich bin kein Terrorist und habe keine Terrorakte geplant. Ich war kein Terrorist und werde auch kein Terrorist werden. (…) Meine Unterstellte Funktion als Rädelsführer war letztlich die eines Gastgebers.“ (…)
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Mehrfach jedoch distanzierte er sich von Gewalt als politisches Mittel und wies darauf hin, dass er für die Munition („meines 1982 verstorbenen Vaters“), die auf seinem Grundstück gefunden wurde, keine Waffen besitze, mit denen man diese Munition überhaupt verschießen könne.(…)
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Vielleicht bin ich berufsbedingt ein Sprachenklauberer, aber hier mal eine kurze Zwischenfrage von mir: Nur „daher“ wird ein Putsch von ihm abgelehnt? (…)
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Dann sagte er diesen doch recht funktionalen Satz: „Ein Putsch und ein damit unterstelltes gewalttätiges Vorgehen kann niemals zu einer völkerrechtlichen Anerkennung führen und wird daher im tiefsten inneren meiner Person und politischen Einstellung zu den Dingen abgelehnt.“ (…)
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Dort sei aber nichts wirklich geplant worden und erst recht keine Gewalttaten. Auch ein Wissen über irgendwelche Pläne zur Erstürmung des Bundestages wies er zurück. Wichtig war Reuß, sich von diesen Plänen zur Erstürmung des Bundestages zu distanzieren. (…)
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Die Teilnehmer des Rates hätten keine Entscheidungskompetenz und keine Rechenschaftspflicht gehabt. Als er über den „Rat“ spricht, bricht ihm immer wieder die Stimme weg. (…)
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Generell räumte Reuß einige Dinge ein, stellte sich in vielen Belangen aber als passiv dar: Nicht als Rädelsführer einer Vereinigung, sondern etwa nur als „Gastgeber“ von Sitzungen, die es in seinem Schloss gegeben habe. Initiatoren seien in der Regel andere gewesen. (…)
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Was die Allianz angeht, so Reuß: „Ich räume ein, dass es ziemlich realitätsfern war, überhaupt an so etwas zu denken.“ (…)
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Und: "Auf diesen Informationsterrorismus sind wir alle hereingefallen und damit auch Opfer dieser Initiatoren.“ (…)"
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Weiter sagte er: „Wer diese Desinformationsstruktur über Jahre hinweg vorbereitet & betrieben hat & welche Ziele final damit verfolgt wurden, ist mir nicht klar. Es müssen aber politische Kräfte mit entsprechendem wirtschaftlichem Potential sein." (...)
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Reuß äußerte sich auch zur Kraft der Desinformation, zur Macht der Narrative, Social Media „und dann auch in der realen Welt“: „Warum die #Allianz als trojanisches Pferd aufgebaut wurde, weiß ich auch jetzt noch nicht. Möglicherweise steckten finanzielle Interessen dahinter.“(…)
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Reuß erklärt, wie er begann an die „Erdallianz“ zu glauben, räumt ein, im Jahr 2020 von den „Sächsischen Patrioten“ angesprochen worden zu sein: „Ich habe leider den unverzeihlichen Fehler gemacht, darauf einzugehen.“ (…)
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„Ich weiß nicht was das soll mit dieser Emotionalität, ich hab keine Idee, es ist mir auch in dieser Art und weise fremd“, sagte er. Im Publikum saß bei seiner Aussage auch seine Tochter. (...)
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#Reuß war es offenbar ein Anliegen, sich vor der Öffentlichkeit und vor allem vor seiner Familie & Adelsfamilie zu erklären. Immer wieder brach ihm die Stimme weg, immer wieder brach er in Tränen aus. Authentisch, verletzt. (…)
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Heute war der 100. Prozesstag in Frankfurt. Es hat also lange gedauert, ehe Reuß sich entschieden hat, sich zu äußern. (…)
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