julius geiler
@glr_berlin
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berlin - reporter und autor @tagesspiegel - extremismus // proteste // ostdeutschland
Berlin, Deutschland
Joined December 2013
(Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die Zeit, als linke Aktivisten im Namen des Klimas in den Museen dieser Welt Öl-Gemälde des 18. Jahrhunderts mit Farbe beschmiert haben.)
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Und wer jetzt damit argumentiert, Linke würden keine alten Menschen in Winter frieren lassen: natürlich. Es gibt völlig durchgeknallte, teilweise auch in der linksradikalen Szene isolierte Personen und Gruppen, die für ein größeres Ziel genauso vorgehen würden. Nicht neu.
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Es wirkt mitunter so, als würden sich einige förmlich wünschen, Russland sei statt Linksextremisten für den Strom-Anschlag verantwortlich. Als einzigen Beleg irgendwelche KI/Sprachanalysen heranzuziehen halte ich für gewagt. Reine Spekulation, fast schon Verschwörungsgequatsche.
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Seit gestern rbb-Sondersendungen. Dort sprach Wegner heute auch von „linken Terrorismus“. Wir, Mopo, bz und Berliner mit ständigen Liveblogs und natürlich auch zig Berichten über den politischen Tat-Hintergrund. Reitschuster wie so oft peinlich und einfach auch ein bisschen dumm.
45.000 Haushalte im Dunkeln, viele in Eiseskälte. Linksextreme bekennen sich zum Anschlag – doch in den Medien: Schweigen, Verharmlosung, Relativierung. Wäre der Verdacht nach rechts gegangen, gäbe es längst Sondersendungen und Lichterketten.
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Auf Berliner Seite wiederum bietet einer der weniger Selbstversorger Hilfe an.
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Eine Frau aus Kleinmachnow erzählt mir, sie sei gerade extra „drüben“ spazieren gewesen und habe alle Menschen angesprochen, die sie getroffen habe, um ihre Adresse weiterzugeben. Falls jemand etwas benötige.
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Links im Licht: Kleinmachnow, Brandenburg. Rechts im Dunkeln: Zehlendorf, Berlin. Doch die Brandenburger sind sehr solidarisch. Viele hier bieten ihren Berliner Nachbarn Wärme, Strom zum Aufladen oder heißes Wasser.
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Und so sieht Schwanenwerder gerade aus. Einzige Lichtquelle sind die Autoscheinwerfer. Viele der meist gut betuchten Bewohner scheinen die Insel verlassen zu haben. Deswegen ist die Polizeipräsenz hier enorm.
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Auch die Nobel-Insel Schwanenwerder mitten auf der Havel ist vom Stromausfall betroffen. Hier ist es noch dunkler als anderswo. Für Aufregung sorgte hier gerade eine ausgelöste Alarmanlage an einer der Villen. Innerhalb weniger Minuten war die Polizei da.
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Andere erklären sich bereit Fahrdienste zu übernehmen oder auch einfach nur warme Mahlzeiten zu kochen. Die Solidarität ist groß.
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Eine weitere Anlaufstelle für die Betroffenen des Blackouts ist das Rathaus Zehlendorf. Hunderte sind aktuell hier, laden ihre Handys, lesen Bücher oder ruhen auf Feldbetten. Auf Zetteln bieten währenddessen nicht betroffene Berliner ihre Zimmer und Wohnungen an.
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Nach dem #Stromausfall mussten zwei Personen mit Pflegegrad 4 und 5 die letzte Nacht in der Turnhalle im Hüttenweg verbringen. Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) schlugen deshalb beim Besuch der Notunterkunft viel Wut entgegen.
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Aktuell werden vor allem Übernachtungsangebote für Paare oder Familien gesucht.
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Seit gestern erreichen uns @Tagesspiegel immer wieder Angebote von Berlinern, die Menschen im Blackout-Gebiet helfen wollen. Eine Anlaufstelle ist die Emmaus-Gemeinde in Zehlendorf. Hier werden Übernachtungsangebote vermittelt. Auch Snacks, Batterien oder Kerzen sind willkommen.
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Ich bin mir nicht sicher ob allen diese Dramatik bewusst ist. Ein unfassbarer Anschlag auf unsere Infrastruktur. Die Ausmaße sind gigantisch, die „black zones“ reichen von Lichterfelde bis Wannsee. Morgen hier und wie gewohnt @Tagesspiegel mehr. Jetzt Feierabend.
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Die Retter vor Ort geben alles, die Berliner zeigen große Hilfsbereitschaft. Trotzdem wird es noch mehr Einsatz brauchen. Viele ältere Menschen harren in ihren eiskalten Wohnungen ohne Informationen aus. Wenn nicht überall geklopft wird, kann es dramatisch werden.
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Ich wiederhole mich, aber „dystopisch“ trifft es wirklich gut. Hier das bürgerliche Schlachtensee, in einigen Fenstern brennen Kerzen, aus einer der dunklen Villen hört man eine Alarmanlage. Einzige Lichtquelle sind vorbeifahrende Autos.
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Kurz darauf eine Mutter mit Tochter, die sich Sorgen um ihre 88-jährige Nachbarin machen. Die alte Dame wolle partout nicht ihre unterkühlte Wohnung verlassen. Jetzt machen sich die beiden ein Bild von der Notunterkunft, um sie schließlich zu überreden, hier unterzukommen.
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Kommt oft etwas zu kurz in solchen Lagen. Die unfassbare Hilfsbereitschaft vieler. Gerade traf hier in der Zehlendorfer Notunterkunft eine Frau aus Potsdam ein, die extra hierhin gefahren ist, um Menschen in Not ein Schlafplatz anzubieten.
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